Die Ankunft Eures Babys vorbereiten: Was braucht Ihr wirklich? 👶

Wenn die Geburt näher rückt, kann schnell das Gefühl entstehen, dass man schon vorher ein ganzes Haus voller Babyausstattung besitzen müsste. Kinderwagen, Babybett, Babywippe, Fläschchenwärmer, Babybadewanne, Nachtlicht, Spielzeug … Die Erstausstattungslisten werden immer länger und irgendwann ist gar nicht mehr so leicht zu erkennen, was man wirklich braucht – und was am Ende vielleicht unbenutzt im Schrank landet.

Dabei braucht ein Neugeborenes letztendlich gar nicht so viel: Nahrung, einen sicheren Schlafplatz, frische Windeln, Kleidung, etwas zum Tragen oder Transportieren – und vor allem ganz viel Nähe und Geborgenheit. Alles andere hängt vor allem vom Alltag und den Bedürfnissen der jeweiligen Familie ab.

Was sollte man also wirklich schon vor der Geburt besorgen? Welche Anschaffungen können noch warten? Und wie könnt Ihr Euch gut vorbereiten, ohne dabei Euer Budget zu sprengen? Kurz gesagt: Wir bei Tajinebanane haben für Euch aussortiert, was wirklich zur Erstausstattung gehört – und worauf Ihr vielleicht ganz gut verzichten könnt. Wir verraten Euch alles!

Ein einfacher und sicherer Schlafplatz 💤

Der Schlafplatz gehört zu den Dingen, über die Ihr Euch am besten schon vor der Geburt Gedanken macht. Wiege, Gitterbett oder Beistellbett direkt neben dem Elternbett: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Welche am besten zu Euch passt, hängt vom verfügbaren Platz und Eurem Alltag ab – aber auch davon, ob Ihr Euer Baby gerne in Eurer Nähe haben möchtet, zum Beispiel um das nächtliche Stillen oder Fläschchengeben zu erleichtern.

Unabhängig davon, für welche Variante Ihr Euch entscheidet, sollte Euer Baby auf dem Rücken und flach auf einer festen Matratze schlafen, die genau in das Bett passt. Ein Schlafsack in der passenden Größe und ein gut sitzendes Spannbettlaken reichen aus. Offizielle Empfehlungen raten außerdem dazu, das Babybett mindestens während der ersten sechs Monate im Schlafzimmer der Eltern aufzustellen.

Kissen, Bettdecken, Decken, Nestchen, Lagerungskissen, Bettreduzierer und Kuscheltiere gehören dagegen nicht in den Schlafbereich eines Säuglings. So hübsch solche Accessoires auch sein mögen: Sie sind nicht nur unnötig, sondern können auch die Atmung beeinträchtigen und die Schlafumgebung weniger sicher machen. In diesem Fall ist weniger also nicht nur günstiger, sondern kann auch sicherer sein.

Kinderwagen, Autositz und Babytrage: passend zu Eurem Alltag 🚼

Der Kinderwagen gehört oft zu den größten Ausgaben bei der Erstausstattung. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Modelle in Ruhe zu vergleichen, anstatt nur nach Aussehen oder Beliebtheit zu entscheiden. Denkt daran: Der beste Kinderwagen ist vor allem der, der wirklich zu Eurem Alltag und dazu passt, wie Ihr ihn nutzen werdet.

Wickeln, Kleidung und Ernährung: Was braucht Ihr wirklich? 🧴

Beim Wickeln müsst Ihr nicht gleich das ganze Badezimmer in ein Babyzimmer verwandeln: Windeln, ein paar einfache Pflegeprodukte, waschbare Tücher oder Wattepads sowie ein stabiler und sicherer Platz reichen für den Anfang vollkommen aus. Ein Wickeltisch kann praktisch sein, ist aber kein Muss: Je nachdem, wie Ihr wohnt, kann auch eine Wickelauflage auf einer geeigneten Fläche völlig ausreichen.

Bei der Kleidung reichen ein paar Bodys, Schlafanzüge, Strickjacken und der Jahreszeit entsprechende Outfits für den Anfang aus. Neugeborene wachsen schnell und manche Größen werden nur wenige Wochen oder manchmal sogar überhaupt nicht getragen. Kauft deshalb lieber erst einmal weniger, schaut, welche Größe Eurem Baby tatsächlich passt und was Ihr braucht, und ergänzt die Garderobe nach und nach. Schuhe, zahlreiche schicke Outfits und ein ganzer Berg an Kleidung in Neugeborenengröße können dagegen ruhig noch warten.

Was Ihr für die Ernährung Eures Babys braucht, hängt natürlich davon ab, wie Ihr es ernähren möchtet. Wenn Ihr stillt, können bequeme Kleidung und ein paar Mulltücher für den Anfang schon ausreichen. Ein Stillkissen oder eine Milchpumpe könnt Ihr später ergänzen, wenn Ihr sie braucht. Wenn Ihr die Flasche gebt, reichen zunächst ein paar Fläschchen. Flaschenwärmer, Sterilisator oder automatische Fläschchenzubereiter können manchen Familien den Alltag erleichtern, gehören aber nicht für alle zur Grundausstattung.

Zum Entdecken braucht Euer Baby vor allem Euch 🧸

Bei all den Babyspielzeugen kann schnell der Wunsch entstehen, möglichst viel zu kaufen, um das Baby schon in den ersten Wochen zu fördern. Dabei sind in den ersten Monaten vor allem Eure Gesichter, Stimmen, Arme und Bewegungen die spannendsten Entdeckungen für Euer Baby. Mit ihm sprechen, ihm etwas vorsingen, es tragen oder einfach neben ihm liegen – all das bietet bereits jede Menge Anregung.

Für den Anfang reichen deshalb ein paar einfache Dinge: ein erstes Kuscheltier, ein kontrastreiches Bilderbuch, eine leichte Rassel oder ein babygeeigneter Spiegel. Ihr braucht also nicht gleich jede Menge Kuscheltiere, Spielbögen, Musikspielzeug oder sogenanntes Lernspielzeug. Mit der Zeit werdet Ihr ganz von selbst herausfinden, was Euer Kind wirklich interessiert. Solange Ihr da seid, gibt es keinen Grund zur Eile.

Wenn Ihr Euch für eine größere Anschaffung entscheiden möchtet, kann eine bequeme, ausreichend große und langlebige Spielmatte eine gute Investition sein. Sie bietet Eurem Baby einen Platz auf dem Boden, an dem es beobachten, sich frei bewegen, später drehen und schließlich seine Umgebung erkunden kann. Die modularen Spielmatten von Mézamé zum Beispiel sind so konzipiert, dass sie Euer Kind beim Entdecken und in seiner motorischen Entwicklung begleiten – und später auch Platz für gemeinsame Spielmomente mit der Familie bieten.

Anschaffungen, die warten können – und warum Secondhand eine gute Idee ist ♻️

Manche Dinge können für eine Familie unglaublich praktisch und für eine andere völlig überflüssig sein. Dazu gehören zum Beispiel Babywippe, Babyschaukel, Babyphone, Babybadewanne, Wickeltasche oder sogar ein Windeleimer. Statt all das schon vor der Geburt als unverzichtbar anzusehen, könnt Ihr ruhig erst einmal abwarten und schauen, ob Ihr es in Eurem Alltag tatsächlich braucht.

Andere Dinge werdet Ihr in den ersten Monaten schlicht noch nicht benötigen: Hochstuhl, Babygeschirr, jede Menge Spielzeug oder auch Schuhe. All das könnt Ihr problemlos später kaufen. Und wenn Euch doch ein neues Baby-Gadget verlockend erscheint: Warum leiht oder mietet Ihr es nicht erst einmal für ein paar Tage, bevor Ihr entscheidet, ob Ihr es zu Hause wirklich braucht?

Ein Baby willkommen zu heißen, ist natürlich mit einigen Ausgaben verbunden – zum Glück muss aber längst nicht alles neu gekauft werden. Kleidung, Bücher, waschbares Spielzeug, Kinderwagen und auch manche Möbelstücke lassen sich wunderbar von einer Familie an die nächste weitergeben.

Fragt deshalb ruhig in Eurem Umfeld nach, ob jemand Babyausstattung verleihen oder weitergeben möchte. Viele freuen sich wahrscheinlich, wenn ihre Sachen ein zweites Leben bekommen. Weniger zu kaufen bedeutet also nicht, bei der Sicherheit Kompromisse zu machen, sondern das Budget gezielt für die Dinge einzusetzen, auf die es wirklich ankommt.

Was Ihr daraus mitnehmen könnt 🫶

Wenn Ihr Euch auf die Ankunft Eures Babys vorbereitet, kann schnell das Gefühl entstehen, dass Ihr für jede mögliche Situation vorsorgen und sofort für alles die passende Lösung parat haben müsst. Dabei kann niemand im Voraus wissen, was das eigene Kind mögen wird oder wie die ersten Wochen zu Hause tatsächlich aussehen werden.

Konzentriert Euch deshalb zunächst auf einige wenige sichere, langlebige Dinge, die zu Eurem Alltag passen, und ergänzt den Rest nach und nach. Kurz gesagt: weniger kaufen, dafür bewusster auswählen. Es kann viel sinnvoller sein, verschiedene Kinderwagen in Ruhe zu vergleichen, den Schlafplatz sorgfältig auszuwählen, in eine gute Babytrage zu investieren und andere Dinge zunächst auszuleihen, als eine endlos lange Erstausstattungsliste abzuarbeiten.

Und wenn sich manche Anschaffungen am Ende doch als überflüssig erweisen, braucht Ihr kein schlechtes Gewissen zu haben: Eltern zu werden bedeutet auch, Dinge auszuprobieren, sich anzupassen und seine Meinung zu ändern. Und vielleicht freut sich später eine andere Familie über genau diese Dinge aus zweiter Hand.

Denn das, was Euer Baby nach seiner Ankunft am meisten braucht, findet Ihr ohnehin in keinem Babyfachgeschäft: Eure Nähe, Eure Aufmerksamkeit und all die Liebe, die Ihr ihm schenken könnt. 💛